Rasende Gedanken

Eine Flut schneller Gedanken, die sich kaum bremsen lassen.

Rasende Gedanken sind Gedanken, die schneller ankommen, als Sie sie zu Ende denken können — mehrere Stränge gleichzeitig, keiner kommt an ein Ende. Es ist eine private Erfahrung. Niemand kann sie sehen, und eine Fachperson erfährt davon nur, wenn sie fragt.

Bei bipolarer Störung treten sie in Hypomanie und Manie auf, und auch in Mischzuständen, wo sie mit niedriger Stimmung statt mit einem Hoch kommen. Das ist eine zermürbende Kombination. Sie sind auch nicht auf die bipolare Störung beschränkt — Angst und Depression erzeugen sie ebenso.

Sie werden oft mit Ideenflucht verwechselt, dem Teil, den andere hören können: dem Springen von Thema zu Thema beim Sprechen. Rasende Gedanken sind auch ohne sie möglich. Nachts sind meist sie es, die Sie tatsächlich wach halten, und deshalb hilft es vielen Menschen mehr, sie aufzuschreiben, als dazuliegen und zu versuchen einzuschlafen.

Siehe auch

Wenn Sie sich in einer Krise befinden oder daran denken, sich selbst zu verletzen, sind Sie nicht allein, und Hilfe ist jetzt verfügbar. In Deutschland erreichen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (rund um die Uhr), in Österreich unter 142, in der Schweiz unter 143; im Notfall 112. Andernfalls wenden Sie sich an Ihren örtlichen Notdienst — Jetzt Hilfe bekommen listet Nummern nach Ländern.

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