Rückfall
Die Rückkehr der Symptome einer Episode nach einer stabilen Phase.
Ein Rückfall ist die Rückkehr einer Stimmungsepisode nach einer Phase, in der es Ihnen gut ging. Bei bipolarer Störung ist er zu erwarten und nicht die Ausnahme: Die Erkrankung ist per Definition wiederkehrend. Ein Rückfall sagt etwas über die Erkrankung aus, nicht über Ihre Anstrengung.
An dieser Sichtweise lohnt es sich festzuhalten, denn die Scham, die einem Rückfall folgt, ist oft genau das, was beim zweiten Mal das Holen von Hilfe verzögert.
Was hilft, ist jedes Mal weitgehend dasselbe: ihn früh bemerken, den Schlaf schützen, jemandem davon erzählen und Ihre verschreibende Fachperson kontaktieren, bevor daraus eine Krise wird, statt danach. Die meisten Rückfälle kündigen sich zuerst an — das Prodrom wiederholt sich meist —, und genau das macht einen Frühwarnplan nützlicher als den Vorsatz, sich das nächste Mal mehr anzustrengen.
Siehe auch
Wenn Sie sich in einer Krise befinden oder daran denken, sich selbst zu verletzen, sind Sie nicht allein, und Hilfe ist jetzt verfügbar. In Deutschland erreichen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (rund um die Uhr), in Österreich unter 142, in der Schweiz unter 143; im Notfall 112. Andernfalls wenden Sie sich an Ihren örtlichen Notdienst — Jetzt Hilfe bekommen listet Nummern nach Ländern.
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