Ziprasidon (Geodon) bei bipolarer Störung: Was Sie erwarten können
Ziprasidon ist ein atypisches Antipsychotikum, das bei bipolarer Manie eingesetzt wird. Zwei Dinge machen es besonders: Es muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden, und es braucht etwas Aufmerksamkeit für den Herzrhythmus. Diese Seite erklärt, was Sie erwarten können.
Ziprasidon (Handelsname Geodon) ist ein atypisches Antipsychotikum, das bei bipolarer Störung vor allem bei manischen oder gemischten Episoden eingesetzt wird. Es hat zwei Merkmale, die es vom Rest seiner Klasse abheben, und beide sollte man von Anfang an verstehen. Ob es für Sie richtig ist, ist eine Entscheidung zwischen Ihnen und Ihrer behandelnden Person; diese Seite ist aufklärend, kein medizinischer Rat.
Die Besonderheit: Es muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden
Ziprasidon hat eine ungewöhnliche und wichtige Anforderung — Ihr Körper nimmt mit einer richtigen Mahlzeit weitaus mehr davon auf als auf leeren Magen, genug, um zu verändern, wie gut es wirkt. Es wird zweimal täglich, jeweils mit einer Mahlzeit eingenommen. Das ist kein sanfter Vorschlag; es ist Teil davon, dass das Medikament überhaupt wirkt. Die Zahl, die man sich merken sollte, sind etwa 500 Kalorien — darunter fällt die Aufnahme ab, und auf leeren Magen nimmt Ihr Körper nur etwa halb so viel auf. Es zählt die Größe der Mahlzeit, nicht ihr Fettgehalt, daher reicht ein kleiner Snack in der Regel nicht. Die praktische Gewohnheit ist, jede Dosis mit einer echten Mahlzeit etwa zur gleichen Tageszeit zu verbinden.
Der Punkt zum Herzrhythmus
Das andere besondere Merkmal von Ziprasidon ist, dass es das elektrische Timing des Herzens — das QT-Intervall — stärker beeinflussen kann als manche Alternativen. Für die meisten Menschen ist das kein Problem, aber es ist der Grund, warum Ihre behandelnde Person nach jeglicher Herzgeschichte fragt, prüft, welche anderen Medikamente Sie einnehmen (manche vertragen sich schlecht miteinander), und möglicherweise ein EKG durchführt. Kennen Sie die Signale, die zu berichten sind: Ohnmacht, Herzklopfen (ein rasendes oder pochendes Herz) oder unerklärlicher Schwindel.
Der Vorteil, und was überwacht wird
Hier ist der Kompromiss, der Ziprasidon attraktiv macht: Es neigt dazu, für Gewicht und Stoffwechsel vergleichsweise günstiger zu sein als mehrere andere Optionen. Dennoch behalten Behandelnde die üblichen Werte — Gewicht, Blutzucker, Cholesterin — über die Zeit im Auge. Wie bei seiner Klasse kann es anfangs Schläfrigkeit und Benommenheit beim Aufstehen verursachen (stehen Sie langsam auf) und manchmal Unruhe.
Symptome, die berichtenswert sind
Berichten Sie umgehend: Ohnmacht, Herzklopfen oder Schwindel; Fieber mit steifen Muskeln, Schwitzen und Verwirrtheit; einen Hautausschlag; oder jegliche unkontrollierbaren Bewegungen. Alltägliche Wirkungen — Müdigkeit, Übelkeit — sollten Sie beim nächsten Termin ansprechen.
Fragen an Ihre behandelnde Person
Zu welchen Mahlzeiten und wann sollte ich es einnehmen? Habe ich eine Herzgeschichte oder andere Medikamente, die hier eine Rolle spielen? Werden wir ein EKG machen? Was sollte ich schnell berichten, und was ist unser Plan, falls es nicht gut passt?
Die Regel, die sich nicht ändert
Beginnen, beenden oder ändern Sie Ihre Dosis niemals eigenmächtig — und übergehen Sie nicht die Regel „mit einer Mahlzeit“, um Zeit zu sparen, denn sie verändert, wie das Medikament wirkt. Das sind Entscheidungen zwischen Ihnen und Ihrer behandelnden Person. Wie bei anderen Antipsychotika gibt es einen speziellen Warnhinweis gegen den Einsatz bei Verhaltensproblemen älterer Menschen mit Demenz.
Wenn eine Schwangerschaft für Sie möglich ist
Wenn eine Schwangerschaft für Sie möglich ist, jetzt oder später, sprechen Sie es früh mit Ihrer behandelnden Person an und nicht erst nach einem positiven Test. Es ist ein Gespräch darüber, welche Behandlung Sie stabil hält. Es ist kein Grund, eigenmächtig etwas abzusetzen. Es geht dabei auch um die Wochen nach der Geburt, die risikoreichste Zeit bei bipolarer Störung. Siehe bipolare Störung und Schwangerschaft.
Häufige Fragen
Warum muss Ziprasidon mit einer Mahlzeit eingenommen werden?
Ihr Körper nimmt mit einer richtigen Mahlzeit weitaus mehr davon auf als auf leeren Magen — genug, um zu verändern, wie gut es wirkt. Es wird üblicherweise zweimal täglich verordnet, und jede dieser Einnahmen braucht eine Mahlzeit dazu. Die Zahl, die man sich merken sollte, sind etwa 500 Kalorien. Darunter fällt die Aufnahme ab, und auf leeren Magen nimmt Ihr Körper nur etwa halb so viel auf. Es zählt die Größe der Mahlzeit, nicht ihr Fettgehalt.
Was hat es mit dem Herzrhythmus auf sich?
Ziprasidon kann das elektrische Timing des Herzens (das „QT-Intervall“) stärker beeinflussen als manche Alternativen. Für die meisten Menschen ist das kein Problem, aber deshalb fragt Ihre behandelnde Person nach der Herzgeschichte und anderen Medikamenten und lässt möglicherweise ein EKG machen. Berichten Sie Ohnmacht, Herzklopfen oder Schwindel.
Ist es günstiger für das Gewicht?
Oft ja — Ziprasidon neigt dazu, für Gewicht und Stoffwechsel vergleichsweise günstiger zu sein als mehrere andere Optionen, was ein Grund für seine Wahl ist. Jeder reagiert anders, und Ihre behandelnde Person überwacht dennoch die üblichen Werte.
Quellen
Wenn Sie sich in einer Krise befinden oder daran denken, sich selbst zu verletzen, sind Sie nicht allein, und Hilfe ist jetzt verfügbar. In Deutschland erreichen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (rund um die Uhr), in Österreich unter 142, in der Schweiz unter 143; im Notfall 112. Andernfalls wenden Sie sich an Ihren örtlichen Notdienst — Jetzt Hilfe bekommen listet Nummern nach Ländern.
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