Lurasidon bei bipolarer Störung: was Sie erwarten können

Lurasidon ist ein atypisches Antipsychotikum, das oft bei der bipolaren Depression eingesetzt wird. Eine Besonderheit ist dabei sehr wichtig: Es muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um zu wirken. Diese Seite erklärt, was Sie erwarten können — sie ist keine Empfehlung, ob Sie es einnehmen sollten.

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Lurasidon (Markenname Latuda) ist ein atypisches Antipsychotikum — eine Wirkstoffklasse, die breit bei Stimmungsstörungen eingesetzt wird, nicht nur bei Psychosen. Bei bipolarer Störung ist es besonders dafür bekannt, bei der bipolaren Depression zu helfen, der niedergedrückten Seite, die oft der schwierigste und längste Teil der Erkrankung ist, und es wird auch bei Schizophrenie verwendet. Ob es für Sie das Richtige ist, ist eine Entscheidung für Sie und Ihre verschreibende Fachperson; diese Seite ist edukativ, keine medizinische Beratung und soll Ihnen helfen zu wissen, was Sie erwarten können.

Die eine Besonderheit, die wirklich wichtig ist

Lurasidon hat eine ungewöhnliche und wichtige Anforderung: Es muss mit einer Mahlzeit eingenommen werden — einer Mahlzeit von mindestens etwa 350 Kalorien. Auf leeren Magen nimmt Ihr Körper deutlich weniger davon auf, genug, um zu verändern, wie gut es wirkt. Das ist kein freundlicher Vorschlag; es gehört dazu, dass das Medikament überhaupt wirkt. Die praktische Gewohnheit ist, es jeden Tag mit derselben echten Mahlzeit zu verbinden (viele Menschen nehmen es zum Abendessen, was auch zu seiner Tendenz passt, Schläfrigkeit zu verursachen). Ein paar Cracker reichen meist nicht.

Was Sie im Alltag erwarten können

Die häufigsten Effekte sind Schläfrigkeit und eine bestimmte Art von Unruhe oder innerer Anspannung — ein Drang, sich ständig zu bewegen, Akathisie genannt — sowie bei manchen Menschen Übelkeit. Wie andere seiner Klasse kann es Schwindel oder Benommenheit verursachen, wenn Sie schnell aufstehen, besonders am Anfang, stehen Sie also langsam auf. Viele Menschen empfinden Lurasidon als vergleichsweise schonender für Gewicht und Stoffwechsel als einige andere Optionen, was mit ein Grund dafür ist, dass es oft gewählt wird — auch wenn jeder Mensch anders reagiert und Ihre verschreibende Fachperson dennoch die üblichen Werte im Blick behält.

Symptome, die man melden sollte

Melden Sie umgehend: Anzeichen für hohen Blutzucker (extremer Durst, häufiges Wasserlassen, extremer Hunger, verschwommenes Sehen, Schwäche); Fieber mit steifen Muskeln, Schwitzen und Verwirrtheit; oder unkontrollierbare Bewegungen von Gesicht, Zunge oder Gliedmaßen. Unruhe, die belastend wird, ist ebenfalls ansprechenswert — sie ist behandelbar, und Sie sollten sie nicht einfach ertragen. Vermeiden Sie große Mengen Grapefruit oder Grapefruitsaft, die die Spiegel des Medikaments beeinflussen können.

Fragen an Ihre verschreibende Fachperson

Mit welcher Mahlzeit sollte ich es einnehmen, und wann? Zielt es auf meine Depression, und wie lange, bis wir es wissen? Welche Nebenwirkungen sollte ich erwarten, und welche sollte ich schnell melden? Was ist unser Plan, wenn die Unruhe schwer zu ertragen ist?

Die Regel, die sich nicht ändert

Beginnen, stoppen oder verändern Sie niemals eigenständig eine Dosis — auch nicht durch plötzliches Absetzen. Das sind Entscheidungen für Sie und Ihre verschreibende Fachperson. Diese Wirkstoffklasse trägt außerdem eine Warnung gegen den Einsatz bei Verhaltensproblemen älterer Menschen mit Demenz, bei denen sie das Risiko für Schlaganfall und Tod erhöhen kann.

Häufige Fragen

Warum muss Lurasidon mit einer Mahlzeit eingenommen werden?

Ihr Körper nimmt auf leeren Magen deutlich weniger davon auf, daher wird es mit einer Mahlzeit von mindestens etwa 350 Kalorien eingenommen. Es jeden Tag zur selben Zeit mit dem Essen einzunehmen, gehört dazu, damit es wirkt — ein kleiner Snack reicht meist nicht.

Wird Lurasidon für die Hochs oder die Tiefs eingesetzt?

Bei bipolarer Störung wird es besonders bei der bipolaren Depression eingesetzt, und es wird auch bei Schizophrenie verwendet. Ob es zu Ihrer Situation passt, ist eine Entscheidung Ihrer verschreibenden Fachperson; es wird oft gewählt, wenn die depressive Seite die Hauptlast ist.

Worauf sollte ich achten?

Häufige Effekte sind Schläfrigkeit, Unruhe oder ein Drang, sich ständig zu bewegen (Akathisie), und Übelkeit. Melden Sie Anzeichen für hohen Blutzucker (extremer Durst, häufiges Wasserlassen, verschwommenes Sehen), Fieber mit steifen Muskeln und Verwirrtheit oder unkontrollierbare Bewegungen. Stehen Sie langsam auf, da es anfangs Benommenheit verursachen kann.

Quellen

Wenn Sie sich in einer Krise befinden oder daran denken, sich selbst zu verletzen, sind Sie nicht allein, und Hilfe ist jetzt verfügbar. In den USA und Kanada können Sie 988 anrufen oder eine SMS dorthin senden. Andernfalls wenden Sie sich an Ihren örtlichen Notdienst oder eine Krisenhotline. Siehe Jetzt Hilfe bekommen.

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